Das Fraunhofer-Leitprojekt

Strom als Rohstoff

Grüne Energie für nachhaltige Chemie

2017 wurde mehr als 1/3 des bundesdeutschen Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen – Tendenz steigend. Die Energiewende schreitet voran, macht den Strom CO2-ärmer und eröffnet neue Wege für eine stromgeführte Produktion. Neun Fraunhofer- Institute bündeln dazu ihre Kompetenzen und entwickeln und optimieren unter dem Motto »Strom als Rohstoff« neue elektrochemische Verfahren, um wichtige Basis-chemikalien herzustellen.

Renaissance der Elektrochemie

Klimaneutrale Versorgung mit Energie und kohlenstoffhaltigen Rohstoffen ist möglich, wenn sich ein grundlegender Wandel des Energie- und Rohstoffsystems vollzieht, der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedarf berücksichtigt. Die neuen »Rohstoffe« sind nachhaltig bereitgestellter Kohlenstoff und erneuerbare, meist fluktuierende Energien. Elektrochemische Verfahren erschließen diese Rohstoffe für die chemische Industrie und überführen sie in Produkte mit »grünem Fußabdruck«. Elektrochemische Verfahren sind Schlüsseltechnologien für die Systemkopplung zwischen Energiesystem und Chemieproduktion.

Das Projekt

Im Fraunhofer-Leitprojekt »Strom als Rohstoff« wurden die erforderlichen Kompetenzen, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen für Prozessindustrie und Energiewirtschaft nun entwickelt: Sie werden unter der Marke eSource® als technologische Forschungs-, Entwicklungs- und Bildungsplattform bereitgestellt.

Ziel

Was uns motiviert und was wir erreichen wollen.

eSource® – Die Plattform

Elektrochemie trifft Verfahrenstechnik – unter der Fraunhofer-Marke eSource®. Entwickeln Sie mit uns elektrochemische Innovationen: Vom Katalysator bis zum Prozess, vom mathematischen Modell bis zur Standortplanung. Wie, zeigt unsere Plattform.

Dialoge mit Stakeholdern

Stakeholderdialoge sind ein Format, um Entwicklungsprozesse und Innovationen zu bewerten – interdisziplinär und interaktiv. Machen Sie mit!

In Stakeholderdialogen unterziehen wir Forschung und Entwicklung dem Praxistest. Durch Impulsvorträge, Diskussion und interaktive Formate werden Ideen und Interessen in Austausch gebracht und immer wieder mit dem Forschungsprogramm abgeglichen. Stakeholder gestalten so die Forschung mit und Forschung hält Kontakt zu Praxis und Gesellschaft. Themen waren unter anderem: Nutzung von CO2, Bedarfe für elektrochemische Innovationen, Geschäftsmodelle in einer zirkulären Kohlenstoffwirtschaft, Kopplung eines fluktuierenden Energieangebots mit Produktionssystemen und attraktive Moleküle für die Elektrochemie.